Unsere Arbeitsdefinition einer integrierten Gesundheitsversorgung.
Der Begriff «integrierte Versorgung» wird im Gesundheitswesen unterschiedlich verstanden und verwendet. Je nach Perspektive stehen andere Aspekte im Vordergrund – beispielsweise medizinische Zusammenarbeit, koordinierte Versorgungspfade, Prävention oder soziale Unterstützung.
Die Fachkommission Gesundheitsregion March hat sich deshalb intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, was eine integrierte Gesundheitsversorgung für die Region March konkret bedeutet. Ziel war es, eine gemeinsame Arbeitsdefinition zu entwickeln, die Orientierung schafft, eine einheitliche Sprache ermöglicht und als Grundlage für die Zusammenarbeit innerhalb der Gesundheitsregion March dient.
Mit unserer Arbeitsdefinition und den sechs dazugehörigen Kernprinzipien wollen wir eine einheitliche Sprache und ein gemeinsames Verständnis von integrierter Versorgung schaffen.
Die integrierte und koordinierte Gesundheitsversorgung umfasst ein vernetztes, sektorenübergreifendes Versorgungssystem, das darauf abzielt, die präventiven, medizinischen, pflegerischen und betreuenden Angebote und Leistungen optimal aufeinander abzustimmen.
Ziel ist es, der gesamten Bevölkerung kontinuierlich während ihres gesamten Lebensverlaufs – von Prävention über Diagnose und Behandlung (inklusive Pflege) bis hin zur Rehabilitation und Palliativversorgung – ein qualitativ hochwertiges, wirtschaftliches, zweckmässiges und wirksames Gesundheitsangebot bereitzustellen.
Kernprinzipien der integrierten Gesundheitsversorgung
- Interdisziplinäre und interprofessionelle Vernetzung: Die enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachdisziplinen und Gesundheits- und Sozialberufe ermöglicht eine ganzheitliche Versorgung.
- Koordination entlang der Behandlungskette: Die Patientinnen und Patienten stehen im Zentrum. Die Behandlung wird über verschiedene Versorgungsstufen hinweg koordiniert, um Brüche in der Versorgung zu vermeiden.
- Patientenzentrierung und Selbstmanagement: Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige werden aktiv in den Behandlungsprozess einbezogen, um ihre Gesundheitskompetenz zu stärken und die Eigenverantwortung zu fördern.
- Ergänzende Akteure: Alle ergänzenden Angebote wie Freiwilligenorganisationen, Vereine und zusätzliche Akteure unterstützen die integrierte Gesundheitsversorgung. Dazu gehören u. a. auch niederschwellige Beratungsangebote.
- Effektivität und Effizienz: Durch strukturierte Kooperationen, digitale Vernetzung und Qualitätsmanagement werden Prozesse optimiert und Ressourcen effizient genutzt.
- Systemische Anpassungen: Um die integrierte Versorgung erfolgreich umzusetzen, sind organisatorische, regulatorische und finanzielle Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, die innovative Versorgungsmodelle ermöglichen und weiterentwickeln.

